Dr. Becker
Der Rathgeber vor bei und nach dem
Beischlafe...
...oder faßliche Anweisung, den Beischlaf so
auszuüben, daß der Gesundheit kein Nachtheil zugefügt, und die
Vermehrung des Geschlechts durch schöne, gesunde und starke
Kinder befördert wird.
Vorrede zur ersten Auflage.
Unter allen Gegenständen, welche die
Aufmerksamkeit des Jünglings wie des Greises reizen, ist wohl
keiner so bedeutend, so sehr anziehend, als der, den diese
Schrift behandelt. Ich wünschte, durch sie über ihn mehr Licht
in den mittlern Ständen zu verbreiten, Manches zur Sprache zu
bringen, was Jeder wissen sollte, und nur Wenige zu wissen
pflegen. Man hat verschiedenemale schon den Wunsch geäußert,
namentlich der verehrungswerthe Geheimerath Hufeland selbst in
seiner Makrobiotik, daß Neuverheiratheten ein Büchelchen in die
Hände gegeben werden möchte, das sie über den (physischen)
Zweck der Ehe, und die Mittel, ihn sicher zu erreichen, ohne
den andern Bestimmungen der Organisation Eintrag zu thun,
belehrte: vielleicht ist es dazu geeignet, und der Verfasser
würde sich sehr freuen, wenn unpartheische Richter den
Ausspruch fällten, diesen Zweck erreicht zu haben.
Vorrede zur sechsten Auflage.
Es sollte die sechste Auflage allerdings die siebente
heißen, da die fünfte wegen Kürze der Zeit, ohngeachtet sie
sehr stark war, unverändert im Jahr 1809 aufs neue gedruckt
werden mußte. - Endlich hat der Verfasser das Vergnügen,
eine neue Auflage wieder besorgen zu können, in der er denn
so Manches wieder änderte und zu bessern bemüht war. Möge
diese Schrift denn auch ferner dem Zweck, den die Vorrede
zur ersten Auflage angiebt, entsprechen.
Leipzig, im Jan. 1816.
Dr. Becker.
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